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LEISTUNGSBERICHT 2016

Urs Lauffer, geschäftsführendes Mitglied des Stiftungsrates


Unsere Stiftung, die im Frühling 2007 gegründet wurde, bezweckt auf ausschliesslich gemeinnütziger Basis die Förderung begabter akademischer Nachwuchskräfte in der Schweiz, in Österreich sowie in weiteren europäischen Ländern. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit den Universitäten in Zürich, Basel und Salzburg.

Im zehnten Jahr unserer Tätigkeit haben wir die Universität Zürich mit 200 000 Franken für die Doktorandenausbildung im Forschungsschwerpunkt «Asien und Europa» unterstützt. Mit diesem Betrag wurden vier Doktorandinnen und Doktoranden gefördert. Die Universität Salzburg erhielt 2016 einen Betrag von 210 000 Euro. Sechs Doktorandinnen und Doktoranden haben mit dieser Unterstützung im Berichtsjahr ihre Arbeit am Doktorandenkolleg in Salzburg weitergeführt. Und schliesslich hat die Stiftung erneut die Universität Basel mit 200 000 Franken für ihren Forschungsschwerpunkt «Afrika» unterstützt.

Die intensive Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der drei Universitäten schätzen wir sehr. Die Qualität der einzelnen Forschungsarbeiten kann so am besten gewährleistet werden und wird regelmässig von den zuständigen Professorinnen und Professoren überprüft. Die Humer-Stiftung verzichtet deshalb auch weiterhin darauf, direkt an sie gerichtete Anträge von Doktorandinnen und Doktoranden zu berücksichtigen.

Der Stiftungsrat traf sich im Berichtsjahr zu zwei Sitzungen in Salzburg und Arlesheim. Im Zentrum standen dabei die Beurteilung und die Bewilligung der Gesuche – basierend auf den fundierten Abklärungen der drei Universitäten. Zudem wurden die statutarischen Geschäfte (Jahresrechnung, Jahresbericht, Bericht der Revisionsstelle, Wahlen) behandelt.

Ausserdem überprüft der Stiftungsrat periodisch den Erfolg der Unterstützungstätigkeit in Anwesenheit der Professorinnen und Professoren sowie einzelner Doktorandinnen und Doktoranden. Dabei beurteilen wir sowohl die Effektivität als auch die Effizienz unserer Arbeit, also das Mass der Wirksamkeit und die Wirtschaftlichkeit des Mitteleinsatzes. Auf dieser Grundlage und anhand konkreter Einzelfälle definieren wir dann die Ziele unserer Stiftung für das neue Geschäftsjahr. Und schliesslich beschäftigen wir uns auch mit allen finanziellen Fragen und Risiken (inklusive der Anlagerichtlinien, die regelmässig geprüft und angepasst werden) und überwachen die Arbeit der Geschäftsstelle.

Angesichts der anspruchsvollen Verhältnisse auf den Finanzmärkten musste die Stiftung ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr weitgehend durch Entnahmen aus dem Vermögen finanzieren. Per Ende 2016 belief sich das Organisationskapital auf rund 2,9 Millionen Franken. Unsere Stiftung wird ihre Unterstützung in den kommenden drei bis vier Jahren nur noch in reduziertem Umfang fortsetzen können und nimmt dabei in Kauf, dass das Stiftungskapital weitgehend aufgebraucht wird.

Die Geschäftsstelle wird von Lauffer & Frischknecht, Unternehmensberatung für Kommunikation, im Mandatsverhältnis geführt. Die Administration erledigt Stéphanie Ramel. Für die Finanzanlage und fürs Rechnungswesen ist lic. oec. Fritz Frischknecht verantwortlich. Für die Jahresrechnung wird Swiss GAAP FER 21 angewendet.

 

KENNZAHLEN

in CHF
Stand: 31.12.2016


  2016 2015 2014
Unterstützungsbeiträge 629 000 579 000 891 000
Jahresergebnis -548 000 -690 000 628 000
Organisationskapital 2 929 000 3 521 000 4 152 000

Insgesamt hat die Stiftung seit ihrer Gründung im Jahr 2007 rund 6 300 000 Franken an Unterstützungsbeiträgen geleistet.

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