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LEISTUNGSBERICHT 2017

Urs Lauffer, geschäftsführendes Mitglied des Stiftungsrates


Unsere Stiftung, die im Frühling 2007 gegründet wurde, bezweckt auf ausschliesslich gemeinnütziger Basis die Förderung begabter akademischer Nachwuchskräfte in der Schweiz, in Österreich sowie in weiteren europäischen Ländern. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit den Universitäten Zürich, Basel und Salzburg.

Im elften Jahr unserer Tätigkeit haben wir die Universität Zürich mit 100 000 Franken für die Doktorandenausbildung im Forschungsschwerpunkt «Asien und Europa» unterstützt. Mit diesem Betrag wurden zwei Doktorandinnen gefördert. Wie geplant haben wir mit dieser Zahlung die Zusammenarbeit mit der Universität Zürich abgeschlossen. Eine Vielzahl beeindruckender Dissertationen konnte im Rahmen unserer gut zehnjährigen Unterstützung ermöglicht werden. Für die langjährige, ausgezeichnete Zusammenarbeit bedanken wir uns bei der Universität Zürich und ihren Doktorandinnen und Doktoranden sehr herzlich. Die Universität Salzburg erhielt 2017 einen Betrag von 210 000 Euro. Sechs Doktorandinnen und Doktoranden haben mit dieser Unterstützung im Berichtsjahr ihre Arbeit am Doktorandenkolleg «European Union Studies» in Salzburg weitergeführt. Und schliesslich hat die Stiftung erneut die Universität Basel mit 150 000 Franken für ihren Forschungsschwerpunkt «Afrika» unterstützt. Drei Doktorandinnen und Doktoranden wurden mit diesem Geld gefördert.

Die intensive Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Universitäten schätzen wir sehr. Die Qualität der einzelnen Forschungsarbeiten wird von den zuständigen Professorinnen und Professoren überprüft und kann so am besten gewährleistet werden. Die Humer-Stiftung verzichtet deshalb auch weiterhin darauf, direkt an sie gerichtete Anträge zu berücksichtigen.

Der Stiftungsrat traf sich im Berichtsjahr zu zwei Sitzungen in Salzburg und Erlenbach. Im Zentrum standen dabei die Beurteilung und die Bewilligung der Gesuche – basierend auf den fundierten Abklärungen der drei Universitäten. Zudem wurden die statutarischen Geschäfte (Jahresrechnung, Jahresbericht, Bericht der Revisionsstelle, Wahlen) behandelt.

Ausserdem überprüft der Stiftungsrat in Anwesenheit der Professorinnen und Professoren sowie einzelner Doktorandinnen und Doktoranden periodisch den Erfolg der Unterstützungstätigkeit. Dabei beurteilen wir sowohl die Effektivität als auch die Effizienz unserer Arbeit, also das Mass der Wirksamkeit und die Wirtschaftlichkeit des Mitteleinsatzes. Auf dieser Grundlage und anhand konkreter Einzelfälle definieren wir die Ziele unserer Stiftung für das neue Geschäftsjahr. Und schliesslich beschäftigen wir uns auch mit allen finanziellen Fragen und Risiken (inklusive der Anlagerichtlinien, die regelmässig geprüft und angepasst werden) und überwachen die Arbeit der Geschäftsstelle.

Per Ende 2017 belief sich das Organisationskapital auf rund 2,6 Millionen Franken. Damit war das Organisationskapital dank eines sehr guten Finanzergebnisses im Berichtsjahr weniger rückläufig als ursprünglich erwartet. Vor diesem Hintergrund geht der Stiftungsrat davon aus, dass unsere Stiftung die Zusammenarbeit mit den Universitäten Salzburg und Basel mindestens bis Ende 2020 fortsetzen kann, wobei sich das Organisationskapital in diesen Jahren naturgemäss weiter reduzieren wird.

Die Geschäftsstelle wird von Lauffer & Frischknecht, Unternehmensberatung für Kommunikation, im Mandatsverhältnis geführt. Die Administration erledigt Stéphanie Ramel. Für die Finanzanlage und fürs Rechnungswesen ist lic. oec. Fritz Frischknecht verantwortlich. Für die Jahresrechnung wird Swiss GAAP FER 21 angewendet.

 

KENNZAHLEN

in CHF
Stand: 31.12.2017


  2017 2016 2015
Unterstützungsbeiträge 531 000 629 000 579 000
Jahresergebnis -294 000 -548 000 -690 000
Organisationskapital 2 601 000 2 929 000 3 521 000

Insgesamt hat die Stiftung seit ihrer Gründung im Jahr 2007 rund 6 800 000 Franken an Unterstützungsbeiträgen geleistet.

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